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AImori

Dürfen Mitarbeitende Kundendaten in ChatGPT eingeben?

Kurz gesagt: Nur, wenn die Firma das geklärt und erlaubt hat – mit einem passenden Firmenangebot statt einem privaten Konto. Ohne Klärung gehören Namen, Adressen, Bankverbindungen und andere Kundendaten nicht in einen KI-Chat. Dieser Ratgeber erklärt, warum, und was Firmen konkret tun können. Er ersetzt keine Rechtsberatung.

Das Datenschutzgesetz gilt auch für KI

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hält fest: Das Datenschutzgesetz ist technologieneutral und gilt direkt für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. Wer Kundendaten in einen KI-Dienst eingibt, bearbeitet Personendaten – mit allen Pflichten, die dazu gehören.

Für Firmen in der Schweiz sind vor allem diese Punkte wichtig:

  • Bearbeitung durch Dritte (Art. 9 DSG): Gibt eine Firma Personendaten an einen Anbieter weiter, braucht es einen Vertrag oder eine gesetzliche Grundlage. Verantwortlich bleibt die Firma.
  • Bekanntgabe ins Ausland (Art. 16 und 17 DSG): Die grossen KI-Dienste bearbeiten Daten meist ausserhalb der Schweiz. Das ist nur mit angemessenem Schutz oder geeigneten Garantien erlaubt.
  • Besonders schützenswerte Daten (Art. 5 lit. c DSG): Gesundheitsdaten und ähnliche Angaben verlangen besondere Vorsicht.
  • Berufs- und Bankgeheimnis: Für Berufe wie Ärztinnen, Anwälte oder Revisionsstellen gilt zusätzlich das Berufsgeheimnis (Art. 321 StGB), für Banken das Bankgeheimnis (Art. 47 BankG).

In der EU gelten vergleichbare Regeln aus der DSGVO: ein Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28) und besondere Bedingungen für Übermittlungen in Drittländer (Art. 44 ff.).

Privates Konto oder Firmenangebot?

Der Unterschied ist gross. Laut OpenAI können Inhalte aus den Diensten für Einzelpersonen, etwa ChatGPT mit einem privaten Konto, zum Training der Modelle verwendet werden; das lässt sich in den Einstellungen abschalten. Bei den Angeboten für Unternehmen (ChatGPT Business bzw. Team, Enterprise und die API) trainiert OpenAI nach eigenen Angaben standardmässig nicht mit den Daten.

Wer Mitarbeitende mit privaten Konten arbeiten lässt, hat also weder einen Vertrag noch Kontrolle darüber, was mit den Eingaben geschieht.

Was Firmen jetzt tun können

  1. Regeln schriftlich festlegen: Welche KI-Dienste sind erlaubt, mit welchen Konten, und welche Daten gehören nie hinein (z. B. Kundendaten, Bankverbindungen, AHV-Nummern, Passwörter)?
  2. Firmenkonten statt privater Konten: Ein Angebot mit Vertrag wählen und prüfen, wo die Daten bearbeitet werden.
  3. Mitarbeitende schulen: Kurz und konkret, mit Beispielen aus dem eigenen Alltag.
  4. Versehen technisch abfangen: Die meisten Fehler passieren beim schnellen Einfügen. Eine Browser-Erweiterung wie AImori prüft Eingaben lokal im Browser und warnt, bevor eine IBAN, eine AHV-Nummer oder ein Passwort gesendet wird. Sie ersetzt keine Regeln, macht sie aber im Alltag wirksam. Mit Regeln je Konto reagiert sie im Privatkonto einer KI strenger als im Firmen-Arbeitsbereich, und die Training-Ampel am Symbol zeigt, ob eine KI-Seite Eingaben laut Anbieter standardmässig zum Training nutzt.

Ob ein bestimmter Text heikle Daten enthält, zeigt der Gratis-Test «Ist dieser Text sicher für ChatGPT?» direkt im Browser.

AImori ist kostenlos. Firmen verteilen die Erweiterung per Intune oder Gruppenrichtlinie und legen die Regeln zentral fest. So kommen Sie zu AImori · Für Firmen

Weiterlesen: Shadow AI im KMU · IBAN, AHV-Nummer & Co.: was nie in KI-Tools gehört

Quellen

Stand der Angaben: 14.10.2026.

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